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Häufige Fragen

20 Fragen in 5 Kategorien

Grundlagen

Accessible Places hilft Menschen mit Rollstuhl oder eingeschränkter Mobilität, barrierefreie Orte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden. Im Mittelpunkt steht die Verlässlichkeit der Informationen: Daten aus Google Maps sind in puncto Barrierefreiheit oft unvollständig und lassen sich dort kaum gezielt filtern. Accessible Places löst genau dieses Problem — mit einer schnellen, einfach zu bedienenden Suche, die Informationen aus mehreren Quellen zusammenführt und bewertet.
Restaurants, Cafés & Eisdielen, Bars, Kneipen, Biergärten, Imbisse, Hotels, Hostels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Museen, Theater, Kinos, Bibliotheken, Galerien, Sehenswürdigkeiten und Zoos — Alltagsorte wie Apotheken, Arztpraxen, Zahnärzte, Tierärzte, Krankenhäuser, Drogerien, Supermärkte, Bäckereien, Friseure, Banken und Postfilialen — sowie Schwimmbäder, Fitnessstudios, Spielplätze, Parks, Physiotherapiepraxen, Sanitätshäuser, Hörakustiker, Optiker, Rathäuser, Gotteshäuser und Bahnhöfe.

Accessible Places hat zwei Ansichten. Der Quickstart-Modusist eine reduzierte Oberfläche für einen schnellen Einstieg: drei große Wege („In der Nähe suchen“, „Einen Ort suchen“, „In einer anderen Stadt suchen“), acht feste Kategorien und keine Filtereinstellungen. Auf dem Smartphone ist er die Standardansicht bei einer Neuinstallation. Der Turbo-Modus ist die volle App mit allen Filtern, allen Quellen und allen 51 Kategorien — die Standardansicht am Desktop.

Beide Modi greifen auf dieselben Barrierefreiheitsdaten zu — der Quickstart-Modus zeigt nur eine engere, bereits gefilterte Auswahl. Zwischen beiden wechselst du jederzeit mit einem Tipp auf das Umschalt-Symbol oben im Kopfbereich; deine Wahl wird gespeichert.

Hinweis: Die übrigen Antworten in dieser FAQ beschreiben, sofern nicht anders angegeben, den Turbo-Modus. Im Quickstart-Modus laufen dieselben Suchen über die drei Kacheln auf dem Startbildschirm statt über Sucheingabe und Kategorie-Chips.

Ja, vollständig kostenlos und ohne Registrierung nutzbar.

Suchen & Finden

Gib einfach einen Ort ein — zum Beispiel "Berlin Mitte" oder "Wien" — und wähle eine Kategorie wie Restaurant oder Hotel. Accessible Places durchsucht sofort mehrere Datenquellen und zeigt dir barrierefreie Orte in deiner Nähe. Die App funktioniert in der gesamten DACH-Region: Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Tippe auf den Standort-Button (⌖) auf der Karte und erteile der App die Standortfreigabe. Accessible Places zentriert die Karte auf deinen Standort; ein zweites Tippen auf die eingeblendete „Hier suchen"-Schaltfläche startet die Suche nach barrierefreien Restaurants, Cafés oder anderen Orten in deiner direkten Umgebung — ohne dass du einen Ort eingeben musst.

Mit dem Chip „Alle“ durchsucht Accessible Places folgende 51 Orts-Kategorien gleichzeitig, unterteilt in 8 Gruppen (dieselben, die auch beim Aufklappen eines Kategorie-Chips erscheinen):

Gastronomie: Bar, Biergarten, Café & Eis, Imbiss/Fast Food, Kneipe/Pub, Restaurant · Unterkunft: Campingplatz, Ferienwohnung, Hostel, Hotel · Kultur: Bibliothek, Galerie, Kino, Museum, Sehenswürdigkeit, Theater, Zoo/Tierpark · Sport & Freizeit: Fitnessstudio, Park, Schwimmbad, Spielplatz, Sporthalle · Gesundheit: Apotheke, Arztpraxis, Hörakustiker, Krankenhaus, Optiker, Physiotherapie, Reha-Zentrum, Sanitätshaus, Tierarzt, Zahnarzt · Einkauf: Bäckerei, Bekleidungsgeschäft, Blumenladen, Buchhandlung, Drogerie, Fahrradladen, Kiosk, Metzgerei, Möbelgeschäft, Schuhgeschäft, Supermarkt · Alltag & Service: Bank, Friseur, Post, Waschsalon · Öffentlich & Unterwegs: Bahnhof, Gotteshaus, Rathaus, Tankstelle

Die sichtbaren Kategorie-Chips sind also nur eine Auswahl der beliebtesten Kategorien — „Alle“ geht darüber hinaus. Nicht enthalten sind die Schnellsuche-Chips 🅿 Parken und 🚻 WC: Sie starten eine eigene Suche nach Parkplätzen bzw. WCs und sind keine Orts-Kategorie.

Tippe auf den Standort-Button (⌖) auf der Karte und dann auf „Hier suchen\", oder gib deinen Ort ein. Unterhalb des Suchfelds findest du die Schnellsuche-Chips 🅿 Parken und 🚻 WC. Ein Tippen auf einen Chip ersetzt die normalen Suchergebnisse und zeigt auf der Karte rollstuhlgerechte Parkplätze bzw. barrierefreie WCs im eingestellten Suchradius (anpassbar unter Einstellungen).

WC-Marker erscheinen in Grün für eigenständige öffentliche WCs (z. B. auf Plätzen oder in Parks) und in Violett für WCs in Lokalen oder anderen Orten. Tippe auf einen Marker für Details wie Euroschlüssel-Pflicht oder Wickeltisch.

Alternativ kannst du über die Marker-Buttons links unten in der Karte (🅿 und 🚻) Parkplatz- oder WC-Marker zusätzlich zu deinen normalen Suchergebnissen einblenden.

Daten & Verlässlichkeit

Die App kombiniert Daten aus mehreren spezialisierten Quellen: OpenStreetMap (einschließlich Wheelmap.org, da Wheelmap-Bearbeitungen direkt in OpenStreetMap einfließen), accessibility.cloud, Ginto (für die Schweiz) und Google Places. Jede Quelle wird mit einem Verlässlichkeitswert gewichtet — von manuell verifizierten Einträgen bis hin zu automatisch erhobenen Daten. Der farbige Kreis bei jedem Eintrag zeigt auf einen Blick, wie gut die Datenlage ist.
Grün steht für eine verlässliche Barrierefreiheitsinformation, Gelb für eine mittelgute Datenlage und Rot für eine unsichere oder unvollständige Datenlage. Die Farbe gibt also an, wie verlässlich die verfügbaren Informationen sind — nicht ob ein Ort barrierefrei ist oder nicht.
Die Daten werden bei jeder Suche live aus den Quellen abgerufen. Manuell verifizierte Einträge von Wheelmap-Nutzern werden mit einem speziellen Badge hervorgehoben.
Google Maps enthält kaum strukturierte Barrierefreiheitsinformationen und bietet keine gezielte Filterfunktion dafür. Accessible Places ist speziell auf diese Suche ausgerichtet: Die App kombiniert mehrere spezialisierte Datenquellen, bewertet jede Information nach ihrer Verlässlichkeit und zeigt auf einen Blick, wie gut ein Ort für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Wheelmap.org und Accessible Places verfolgen ähnliche Ziele, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte — sie sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Wheelmap ist eine der größten Crowdsourcing-Plattformen für Barrierefreiheit: Tausende Menschen tragen dort Orte direkt ein. Da Wheelmap-Bearbeitungen direkt in OpenStreetMap einfließen, stehen diese wertvollen Daten auch in Accessible Places zur Verfügung.

Accessible Places konzentriert sich auf vier Dinge:

  • Mehrere Quellen, transparent bewertet: Accessible Places führt Daten aus verschiedenen Quellen zu einer einheitlichen Ansicht zusammen — von professionell zertifizierten Vor-Ort-Erhebungen über ehrenamtlich gepflegte Karten wie Wheelmap und OpenStreetMap bis zu automatisch zusammengetragenen Angaben, etwa aus Google Places. Jede Quelle hat ihre Stärken: Eine zertifizierte Erhebung dokumentiert einen Ort bis ins Detail, die Community bei Wheelmap und OpenStreetMap deckt eine enorme Breite an Orten ab und trägt vor Ort geprüfte Informationen bei, während automatisch erfasste Daten zwar fast überall verfügbar, aber oft ungenauer sind. Entsprechend unterschiedlich ist, wie umfassend und gesichert die Angaben pro Ort ausfallen. Statt diese Unterschiede zu verwischen, macht Accessible Places sie sichtbar: Ein farbiger Kreis zeigt bei jedem Eintrag auf einen Blick, wie belastbar die Information ist, und in der Detailansicht kannst du nachvollziehen, aus welchen Quellen sie stammt.
  • Beste Daten je Region: Für jede Region binden wir die jeweils stärkste lokale Quelle ein. In der Schweiz etwa liefert Ginto besonders hochwertige Barrierefreiheitsdaten. So entsteht überall die bestmögliche Datengrundlage.
  • Listenansicht statt Karte: Wheelmap.org zeigt Orte primär als Karte — du navigierst, um zu sehen, was in der Nähe ist. Accessible Places liefert die Ergebnisse zuerst als sortierte Liste: mit Verlässlichkeitsgrad, Eingangs- und Toiletteninformationen auf einen Blick. Die Karte ist als Alternative jederzeit verfügbar, steht aber nicht im Vordergrund.
  • Rollstuhlparkplätze: Accessible Places zeigt rollstuhlgerechte Parkplätze direkt auf der Karte. Die Frage „Wo ist der nächste Rollstuhlparkplatz?“ lässt sich mit einem Klick beantworten — das bieten andere Plattformen so nicht.

Wenn du selbst Barrierefreiheitsdaten beitragen möchtest, ist Wheelmap.org der beste Ort dafür — neue Einträge erscheinen nach kurzer Zeit auch bei uns.

App & Mitmachen

Ja — Accessible Places gibt es als kostenlose App für iPhone/iPad im App Store und für Android im Play Store. Nach der Installation startest du auf dem Smartphone automatisch im Quickstart-Modus — mit einem Tipp auf das Umschalt-Symbol wechselst du jederzeit in den Turbo-Modus mit allen Funktionen.
Über den „Feedback"-Link am unteren Rand der Seite öffnet sich ein kurzes Formular. Kein Account, keine Registrierung notwendig.
Der einfachste Weg: Rufe den gewünschten Ort auf Wheelmap.org auf und trage dort die Barrierefreiheitsinformationen direkt ein — kostenlos und ohne Vorkenntnisse. Wie das Schritt für Schritt funktioniert, erklärt das Wheelmap-FAQ. Da Wheelmap-Bearbeitungen direkt in OpenStreetMap einfließen und Accessible Places diese Daten bei jeder Suche live abruft, sind neue oder korrigierte Einträge meist schon nach kurzer Zeit hier sichtbar.

Barrierefreiheit dieser App

Accessible Places ist mit dem Ziel WCAG 2.1/2.2 Stufe AA entwickelt. Die Oberfläche ist per Tastatur bedienbar, mit Screenreadern (VoiceOver, TalkBack) nutzbar, kennzeichnet Bedienelemente mit zugänglichen Namen, sagt Suchergebnisse aktiv an und respektiert die Systemeinstellung „Bewegung reduzieren". Farbkontraste der Bedienoberfläche erfüllen die WCAG-AA-Schwellen. Eine vollständige formale Konformitätsprüfung durch eine externe Stelle steht noch aus — die Erklärung beruht auf Eigenbewertung und automatisierten Tests.

Trotz sorgfältiger Umsetzung sind einige Bereiche noch nicht vollständig barrierefrei:

  • Kartenansicht: Die einzelnen Markierungen auf der Karte lassen sich nicht per Tastatur ansteuern (technische Grenze der Kartenbibliothek). Als gleichwertige Alternative enthält die Ergebnisliste alle Treffer und ist vollständig per Tastatur und Screenreader bedienbar.
  • Kontrast auf der Karte: Farbige Markierungen und Text auf Fotos liegen über wechselnden Hintergründen; der Kontrast kann dort im Einzelfall unter den Zielwerten liegen.
  • Schriftgröße in der iOS-App:Die native iOS-App folgt der Einstellung „Größerer Text“ nicht automatisch; Zwei-Finger-Zoom ist jedoch möglich.
Wenn dir eine Barriere auffällt, freuen wir uns über einen Hinweis über den „Feedback"-Link am unteren Seitenrand — ohne Account oder Registrierung. Wir bemühen uns, gemeldete Probleme zeitnah zu beheben.